Démarche artistique
Auf der perfekten, angerauten Oberfläche erschafft er Unebenheiten, Materialeffekte, wie sie in der Lithografie bisher beispiellos waren, und eröffnet im eintönigen Dunkel der lithografischen Tusche ein ganzes Spektrum unverhoffter Nuancen. Beim Druckverfahren kommt er zu erstaunlichen Bildern.
BIOGRAPHISCHE ANGABEN
Seine ersten Lithografien stammen aus dem Jahr 1944. Er fertigt mehr als 1500 an, einen Großteil davon für illustrierte Bücher. Diese extreme Produktivität revolutioniert die Gattung. Seine erste Lithografiereihe, Matière et Mémoire, rückt auf 27 Platten das Experimentieren mit Strukturen und Oberfläche in den Vordergrund. Er bearbeitet die lithografischen Steine mit Schleifpapier und Tüchern, er nutzt unkonventionelle Materialien, um eine Vielfalt unterschiedlicher Effekte zu erzielen. So verleiht er dem eintönigen Dunkel ein ganzes Spektrum an faszinierenden Nuancen.
1945 schreibt er Kunstgeschichte, indem er einer Kunstrichtung, die er seit 1922 sammelt, den Namen „Art Brut“ gibt, die „Rohe Kunst“, die der Verrückten und Außenseiter. Zu dieser Zeit reist er in die Schweiz, wo er Nachforschungen zu diesem Thema anstellt. Um seiner Sammlung ein Zuhause zu geben, gründet er 1947 das Foyer de l’Art Brut. Im Jahr darauf veröffentlicht er seinen ersten Jargontext, Ler de le canpane. 1949 erscheint L’art brut préféré aux arts culturels. 1951 wird seine Sammlung zu dem Maler Alfonso Ossorio in die USA geschickt. Sie kehrt 1962 nach Frankreich zurück, in die Rue de Sèvres, wo Jean Dubuffet ein Gebäude für seine 1300 Art-Brut-Werke gekauft hat.
1964 zeigt Dubuffet seine jüngsten Arbeiten im Palazzo Grassi bei der Biennale di Venezia. Er erforscht Stadtgefüge und Menschenmengen, lebhafte Farben und Windungen. Diese Reihe umfasst Gemälde, bunte Tinte, Skulpturen und Zusammenstellungen, die unter dem Namen 1973 ist auch das Jahr, in dem er seine eigene Stiftung gründet. Um den Erhalt seines Werkes bemüht, hatte er schon 1967 dem Musée des Arts Décoratifs eine umfangreiche Schenkung zuteilwerden lassen.vereinigt werden.
Ab 1966 geht er über zu räumlichen Werken, Objekten und schließlich Gebäuden. Seine Skulpturen und Installationen sind „monumentierte Malereien“. Dieser Übergang zum Räumlichen mit Erweiterungen aus buntem Polyester ist entscheidend für sein Werk. Er verlässt das Bild, verzichtet auf Öl und widmet sich der Vinyl-Malerei mit Markern. Er lernt, mit Polystyrol, Polyester, Epoxidharz, Spritzbeton und Polyurethanfarben zu arbeiten.
Ein weiteres bedeutsames Werk, L’Hourloupe. Es handelt sich um ein Ballett aus schraffierten Skulpturen, Gemälden und Kostümen zu Klängen des türkischen Elektromusikkomponisten İlhan Mimaroğluu und einer Choreografie von Jean McFaddin. Dubuffet erfindet eine Art Commedia dell‘Arte mit seinen eigenen Skulpturen als Schauspielern im schraffierten Hourloupe-Stil. Es ist wie eine Art großes Puppenspiel, in dem sich jedes Element sehr langsam vorwärtsbewegt. Die zwischen den Bühnenelementen versteckten Tänzer führen eine Art Danse Macabre aus, einen Totentanz zwischen Zeremonie und Nō-Theater. Die Retrospektive wird mit einer zweiten Version der Vorführung im Grand Palais in Paris wieder aufgenommen. 1973 ist auch das Jahr, in dem er seine eigene Stiftung gründet. Um den Erhalt seines Werkes bemüht, hatte er schon 1967 dem Musée des Arts Décoratifs eine umfangreiche Schenkung zuteilwerden lassen.1981 werden ihm zu seinem 80. Geburtstag Ausstellungen im Guggenheim Museum von New York und im Centre Pompidou in Paris gewidmet. 1984 vertritt er Frankreich bei der Biennale di Venezia und verfasst im Winter darauf unter Zeitdruck seine hachurés. C’est comme une sorte de grand Guignol où chaque élément se déplace très lentement. Les danseurs “entourloupés”, dissimulés dans les praticables, exécutent une manière de danse macabre pour société défunte, entre cérémonie et théâtre nô. La rétrospective est reprise au Grand Palais à Paris avec une seconde version du spectacle.
1973 est aussi l’année de création de sa propre fondation. Préoccupé par la conservation de son œuvre, il avait déjà accordé une importante donation au Musée des Arts décoratifs en 1967.
En 1981, à l’occasion du 80e anniversaire de sa naissance, des expositions lui sont consacrées au Guggenheim Museum de New York et au Centre Pompidou à Paris.
Il représente la France à la Biennale de Venise en 1984 et rédige l’hiver suivant, dans l’urgence, Biographie au pas de course. Er verstirbt am 12. Mai 1985 in Paris.