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Auflage 2021 - Biomimese im Garten
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Retour aux racines

Festival International des Jardins

Der Garten

Unsere Böden sind lebendig! Sie sind einer der stillschweigenden Pfeiler unserer Ökosysteme. Tagtäglich nähren sie uns und machen es möglich, dass sich der Kreislauf des Lebens fortsetzt. Sie sind die geheimen Wächter der Entwicklung des Lebens auf der Erde. Seit Darwin haben wir den Eindruck, dass sich alle Lebewesen auf der Welt in einem fortwährenden Wettbewerb unablässig bekämpfen ... Dabei haben Wissenschaftler vor 150 Jahren herausgefunden, dass noch ein weiterer, extrem leistungsstarker Mechanismus die Lebensgemeinschaften auf der Welt belebt: die Kooperation über ein wahres Netzwerk. Unter unseren Füßen verbirgt sich die unglaubliche Welt der Rhizosphäre. Eine Welt, in der das gegenseitige Helfen die Regel ist. Eine Welt, in der die Wurzeln der Pflanzen in Symbiose mit den Pilzen leben, kommunizieren und Austausch betreiben. Diese Symbiose, die als Mykorrhiza bezeichnet wird, trat vor ungefähr 450 Millionen Jahren zum ersten Mal auf und überdauerte fünf Massensterben von Lebewesen auf der Erde.

Angesichts der heutigen sozialen und umweltpolitischen Herausforderungen erscheint das Hervortreten einer kollektiven und kooperativen Intelligenz als etwas Unverzichtbares. Sich zu vereinigen, um „mit der Natur eine Gesellschaft zu bilden“ ist die Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Schaffen wir es, uns von dieser unterirdischen Kooperation inspirieren zu lassen? Durch die blau bemalte Wurzelarchitektur eines hundertjährigen Baumes begibt sich der Spaziergänger auf eine poetische Reise in das Leben der Böden. Diese Inszenierung hebt die unglaubliche gegenseitige Hilfe hervor, die sich tagtäglich unter unseren Füßen abspielt, und lässt uns auf unserer Ebene in diese Welt eintauchen.

GESTALTUNG

LE MA PAYSAGE -Julien TRUGLAS und Giulia PIGNOCCHI, DPLG-Landschaftsarchitekten- und Alan DOUCHET, DPLG-Landschaftsplaner und –Gestalter
FRANKREICH / ITALIEN
 
 
Giulia Pignocchi und Julien Truglas sind französisch-italienische Landschaftsarchitekten, die sich für das Verhältnis zwischen Kunst und Natur begeistern. Aufgrund ihrer Forscherseele unternehmen sie mehrere Reisen auf hoher See, die ihre engagierte Persönlichkeit geprägt haben. Eine der bedeutsamsten für ihre Ausübung von Landschaftsarchitektur war eine viermonatige Fahrt mit dem Segelboot von Madagaskar über das Kap der guten Hoffnung nach Brasilien. Bei dieser Erkundung der südlichen Hemisphäre setzten sie sich mit anderen Weltbildern, ökologischen Herausforderungen, der Poesie der Natur und mit menschlicher Solidarität auseinander. Bei ihrer Rückkehr sind sie davon überzeugt, dass es wichtig ist, den sozialen und ökologischen Verantwortungen ihres Berufes gerecht zu werden. Giulia Pignocchi erlangte ihren Abschluss an der Fakultät für Architektur La Sapienza in Rom und Julien Truglas schloss die École Nationale Supérieure d’Architecture et de Paysage in Lille erfolgreich ab. 2014 gründen sie zusammen das Atelier Le MA Paysage. Ihr Spezialgebiet ist die Neubesetzung verlassener Flächen durch Gartenkunst, ökologische Stadtplanung und Bürgerbeteiligung. Die Projekte, die sie in dieser Richtung verwirklicht haben, reichen von kleinen bis zu großen Dimensionen: ortsspezifische Kunst von der Côte de Granit Rose in der Bretagne bis zum Ufer des Comer Sees in Italien, öffentliche und private Anbaugärten, Ökoparks zur Verwertung von Regenwasser, Pläne und Anpflanzungen zur Bereicherung der Artenvielfalt bei unternehmerischen Bauvorhaben, Planungsvorhaben von Ökovierteln, Gemeinschaftsprojekte zur Neugestaltung von Metropolen oder ländlichen Kommunen oder auch Landschaftsparks, wie bei den 50 Hektar des Gestüts des Sultans von Oman im Domaine de Montjay. Neben ihrer Tätigkeit als Landschaftsgestalter entwickeln sie 2017 das Labor le MA, eine Vereinigung, die durch praktische Aktionen eine breite Öffentlichkeit für ökologische Fragestellungen sensibilisieren soll. 2019 organisieren sie erstmals die Manifestation d’Architecture du Paysage an verschiedenen Kulturstätten in Lille. Als Mitbegründer von Lisière(s), einer preisgekrönten Vereinigung für Verwaltung und Gestaltung des Jardin Écologique in Lille, engagieren sie sich von 2015 bis 2020 für dieses Projekt, in dem es um Stadtökologie und Bürgerbeteiligung geht. Fünf Jahre lang sind sie als Landschaftsarchitekten mit der Landschaftsgestaltung, der Entwicklung des Kulturprogramms und der Strukturierung eines Bürgerkollektivs zur Verwaltung dieses 2,5 Hektar großen Stadtwaldes über den Befestigungsanlagen von Vauban beauftragt. Beschwingt von dieser Erfahrung beschließen sie, das gleiche Abenteuer in einem 10 Hektar großen Tal auf Sardinien zu wagen. Zu diesem Zweck gründen sie ein italienisches Agrarunternehmen und planen für 2021 die Eröffnung eines ersten mediterranen GardenLab.
 

Alan Douchet ist in Paris geboren und wuchs im Großraum Paris in einer Landschaft aus Beton auf. Aufgrund seiner Begeisterung für Kunst wendet er sich zunächst der Architektur und der Raumgestaltung zu. Bei einem Praktikum in einer Architekturagentur entdeckt Alan den Bereich Landschaftsprojekt für sich. Fortan entwickelt er eine wachsende Neugier für Landschaft und Natur, die bis dahin für ihn lediglich im Hintergrund standen. Nach einem Ingenieurdiplom in Raumdesign in Paris studiert er 4 Jahre lang an der École Nationale Supérieure d’Architecture et de Paysage in Lille. Im Laufe seiner Studien ist er Mitbegründer der Vereinigung Lisière(s), die sich mit der Sanierung und Neueröffnung des Jardin Écologique du Vieux-Lille beschäftigt. Als er seinen Abschluss in der Tasche hat, zieht Alan 2016 in die Niederlande, wo er eine Zeit lang in einer Agentur arbeitet, bevor er von der Stadt Amsterdam eine Stelle als Landscape Designer bekommt. In dieser Zeit arbeitet er hauptsächlich an der Gestaltung öffentlicher Räume und lernt Ton Muller kennen, Senior-Landschaftsplaner der Stadt Amsterdam und Spezialist der Stadt für Anpflanzungsskizzen. Bei ihm perfektioniert Alan seine Kenntnisse im Pflanzenbereich, die Konzeption der Pflanzenpalette und die Zusammenstellung „naturalisierender“ Anpflanzungen, ein Stil, der in den angelsächsischen Ländern entwickelt und durch Piet Oudolf und Nigel Dunnett bekannt wurde. Seit Anfang 2020 arbeitet Alan freiberuflich in Paris und Amsterdam. Seine Tätigkeit dreht sich um die Gestaltung der Gärten von Privatleuten, die Durchführung freiberuflicher Aufträge für Agenturen und um die Gebietssondierung für Gemeinden und Gemeindeverbände.

GARTEN UNTER DER PATENSCHAFT VON

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LAN - Laboratorio Architetture Naturali

HydroGéologues Conseil

Hygeo eau & environnement

Nexity

Leroy Merlin Blois

Alice Boidin, paysagiste-urbaniste

Créamétal

AEC, Peinture & Revêtements de sol

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