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Der Garten

Dieser Garten erzählt uns die Geschichte eines Gartens der Zukunft, der nach einer Katastrophe wiederentsteht.
Ein Mann, Louis-Aimé Cantarel, der einzige Über­lebende einer verheerenden Naturkatastrophe, führt uns in eine erstaunliche und Neugier erweckende Welt, die unter seinen Händen wiederentsteht. Nach dem Chaos folgt die Hoffnung, eine Parzelle des Lebens. In der Werkstatt hat er sich einen Schutzraum geschaffen, einen Ort der Erfahrungen, die aus dem Embryo des Lebens hervorgegangen sind. In ihm sind die an verschiedenen Orten gesammelten Relikte vergangener Zeiten und Fossilien ausgestorbener Pflanzen zu sehen. Eine einzigartige Sammlung seltener überlebender Pflanzen, die die Zukunft des Planeten darstellen.
Der eigentliche Garten ist ein Gebiet, in dem die sorgfältig gesammelten und aufbewahrten zarten Samen und Ableger zu neuem Leben erwachen. Ihr Anbau passt sich an den außergewöhnlichen Charakter der Lage an. In diesem Raum entsteht eine neue Welt.
Le Laboratoire präsentiert vielfältige Ökosysteme, die zur Wiederbesiedelung der zerstörten Welt dienen sollen. Verschiedene Umweltmilieus können in situ beobachtet und ihre Entwicklung, ihre Veränderungen und Wechsel­wirkungen studiert werden. Auch die Fauna ist präsent: Kleine Tiere kehren in diese ihnen Schutz bietende Pflanzenwelt zurück. So werden wir zu aufmerksamen Zeugen dieser neuen Artenvielfalt, die die Hoffnung einer Welt darstellt, die sich wieder mit Lebewesen, einem wunderbaren Bündnis der Pflanzen und Tiere, füllt.

gestaltung

Méryl FANIEN und Cyrille PARLOT, Landschaftsarchitekten, und Philippe GUILLEMET, Bildhauer
FRANKREICH
 

Von links nach rechts: Philippe Guillemet, Méryl Fanien and Cyrille Parlot

Freskenmalerei und Glasmalerei und besuchte dann an die Kunsthochschule, wo er mit Bildhauerei und Bronzetechnik in Berührung kam. Seitdem arbeitet er als Bildhauer und unterrichtet Bildende Kunst und Kunstgeschichte an der Architekturhochschule  in Paris. Die Arbeiten dieses leidenschaftlichen und sehr offenen Künstlers beschränken sich nicht auf das bloße Forschen, sondern bilden einen beständigen Dialog mit Architektur, Landschaft, Mobiliar und seit kurzem auch mit der Kunst des Geigenbaus… Sein vielfältiges und größtenteils gegenständliches Werk drückt sich in Aphorismen aus, deren Prägnanz und unter­schwellige Ironie den Betrachter zum Nach­denken einladen. Neben den Kunstgalerien und Kunstmessen, die er regelmäßig aufsucht, stellen öffentliche Aufträge und verschiedene private und/oder medienwirksame Initiativen den größten Teil seiner Beschäftigung dar. So entwarf er auch die Trophäe für den französischen Musikwettbewerb „Les Victoires de la Musique”.

Meryl Fanien hat sich schon sehr früh für naturverbundene Berufe interessiert und bestand ihr Abitur mit der Spezialisierung Agrar- und Umweltwissenschaft, Schwerpunkt Raum­planung, an einer Landwirtschaftsschule. Schon früh der Faszination von Landschaften erlegen entschied sie sich dann jedoch für einen technisch-kaufmännischen Fachhochschulab­schluss BTS mit dem Schwerpunkt Zierpflanzen zur Erweiterung ihrer Pflanzenkenntnisse. Darauf folgten ein Diplomabschluss im Unternehmensmanagement im Garten- und Landschaftsbau und zur Abrundung dieser Gartenbauausbildung der Aufenthalt in einer Baumschule. Eine CAD-Ausbildung ermöglichte ihr die Arbeit für ein Landschaftsarchitekturbüro in Paris und so kam sie mit öffentlichen Aufträgen in Kontakt. Zurück in der Bretagne gründete sie in der Region von St. Malo ihr Planungsbüro „L'idée verte“ (die grüne Idee), in dem sie ihre Kreativität Landschaftsarchitekten und Privatpersonen zur Verfügung stellen und ihre Projekte vom Entwurf bis zur Phase der Anpflanzung verfolgen kann.

Cyrille Parlot ist seit etwa zehn Jahren Landschaftsarchitekt. Nach einem Studium der Physik und Chemie hat er sich den Landschaftsberufen zugewandt, in einer dualen Ausbildung den Fachhochschulabschluss BTS in Landschaftsbau erworben und eine CAD-Ausbildung absolviert. Nach verschiedenen Erfahrungen in GaLa-Bauunternehmen ist er Produktionsleiter für Grünflächen geworden. Heute leitet er das GaLa-Bauunternehmen „Les Jardins du Mesnils“ in Plerguer (Departement 35, in der Bretagne). Er legt Wert auf ökologische Gartenpflege und bietet innovative Konzepte.

GARTENPFLANZEN

Acanthus mollis
Asplenium scolopendrium
Betula verrucosa
Carex morrowii ‘Silver sceptre’
Convallaria majalis
Cyclamen persicum
Dicksonia antartica
Dryopteris felix mas
Dryopteris wallichiana
Equisetum hyemale
Fallopia aubertii
Hedera helix ‘Glacier’
Hedera helix ‘Hibernica’
Heuchera micrantha ‘Chocolate Ruffles’
Hosta ‘Big Daddy’
Juncus effusus ‘Spiralis’
Lonicera japonica ‘ Hall’s prolific’
Osmunda regalis
Rodgersia podophylla
Sagine subulata
Sedum aurea
Sempervivum
Tradescantia