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Auflage 2019 - Paradiesgärten
22

Jardin de paradis

#jardinéternel
Festival International des Jardins

Der Garten

Stellen Sie sich einen Garten ohne Bewässerung, ohne Pflege und ohne Krankheit vor. Das Paradies, oder? Ein Garten, den Sie an Ihren Urenkel weitergeben, als hätten Sie ihn eben gezeichnet, mühelos.
Mit Kunststoff ist es tatsächlich nicht nötig, zu gießen, zu verschneiden, und das ganze Jahr über ist er bunt. Dieses in unseren heutigen Landschaften allgegenwärtige Material kann nach Lust und Laune moduliert werden. Zu welchem Preis?
Sein Verfall dauert eine Ewigkeit, er wird auf 400 Jahre geschätzt. Der ewige Garten ist eine Überlegung zu dieser alarmierenden Frage. Der Garten besteht aus einem „Dschungel“ aus Blättern, wobei bodendeckende Pflanzen mit höher liegenden Elementen vermischt werden. Diese Mischung bringt das luftige Gerüst zur Geltung, das aus Pflöcken erstellt wurde, welche durch am Boden verankerte Seile miteinander verbunden sind. Die Seile stützen Zweige, an denen violette Kunststofftüten hängen. Weiche Anhöhen in der Mitte des Weges laden den Besucher ein, sich zu setzen, um einen neuen Blickwinkel zu entdecken.

GESTALTUNG

Claire BIGOT, Ingenieurin und Landschaftsgestalterin, und Marie BIGOT, Studentin
FRANKREICH
 
 

Claire Bigot lebt in Grenoble, sie ist Landschaftsingenieurin (Agrocampus Ouest, Angers) und EDV-Entwicklerin. Claire stammt aus Beauce. Nach ihrem Studium der Agrarwissenschaft hat sie sich auf Landschaft spezialisiert. Anschließend arbeitet sie einige Jahre für verschiedene Studios an unterschiedlich großen Projekten (städtische Parks, Öko-Viertel, Spielplätze, Kapitel über Landschaft in den Verträglichkeitsprüfungen) und in vielfältigen Kontexten (Landgebiet in der Champagne, Täler in den Alpen, Region von Štajerska). 2015 erlernt sie das Programmieren. Derzeit ist sie bei einer Web-Agentur als Entwicklerin angestellt und widmet ihre Zeit ihrem kleinen Planungsbüro von Außenflächen Point ligne espace.

Marie Bigot ist Studentin in Produktdesign an der École Nationale Supérieure des Arts Décoratifs in Paris. Aufgewachsen im ländlichen Milieu, interessieren sie die Fragen der Landschaft und der Raumorganisation sowohl in Bezug auf wirtschaftliche und soziale Aktivitäten als auch unter rein künstlerischen Gesichtspunkten. Nach einem Praktikum in der Vereinigung Yes We Camp, die Projekte zur vorübergehenden Sanierung von städtischen Brachen entwickelt, interessiert sie sich für Holzbauten, die in die Landschaft eingepasst sind. Ihre Projekte in welcher Art auch immer hinterfragen häufig den Bezug zur Zeit, zum Erbe oder zur Übertragung.

Garten erstellt mit Unterstützung von