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Auflage 2019 - Paradiesgärten
04

Élixir floral

Festival International des Jardins

Der Garten

Wenn man diesen Garten Eden betritt, wird man sofort durch eine gekonnt inszenierte Überschwänglichkeit der Pflanzen verzaubert.
Blumen mit berauschenden Düften vereinnahmen den Besucher. Bei seinem weiteren Weg durch diesen Garten nehmen köstliche Düfte und samtig weiche Pflanzen seine anderen Sinne in Beschlag. Eine akustische Installation trägt Vogelgesang und den kristallklaren Klang eines Brunnens an sein Ohr. Über einem Becken ziehen irreale Blumen mit ungewöhnlichen Formen die Blicke auf sich und drehen sich im Wind. Ihr Spiegelbild im Wasser erinnert an die echten Blumen. Es hinterfragt unseren Bezug zur Realität, zumal es selbst bereits im Spiegel des Himmels gefangen ist.
Es braucht einen vollständigen Garten, der die fünf Sinne erweckt und auch den Geist berührt, um das Paradies zu erreichen.
Das ist das Rezept dieses Elixiers.

GESTALTUNG

Sandrine TELLIER, Landschaftsgestalterin, und Sophie KAO ARYA, Künstlerin
FRANKREICH
 
 

Sophie Kao Arya, eine französisch-thailändische Künstlerin, wuchs in Frankreich auf, lebt und arbeitet dort. Seit einigen Jahren macht sie auch mehr Workshops in Thailand. Ihre ersten ästhetischen Emotionen stammen natürlich aus Asien und einem großen Respekt für die Natur. 2001 entwickelt sie eine dynamische Bildtechnik, welche fraktale Formen erkundet. Mit diesem ungewöhnlichen Prozess entwickelt sie eine einzigartige Ästhetik und ein Verständnis der heutigen Pflanzenwelt in Verbindung zu den Sorgen für die Umwelt jener Zeit.

Geboren im Département Oise und aufgewachsen mit dem tiefen Respekt der Natur, besucht Sandrine Tellier die Hochschule für Landschaftsarchitektur in Versailles (Diplom als Planerin von Gärten in der Landschaft 2016) nach ihrem Ingenieursstudium an der Ingenieurshochschule Nationale Schule für Bauingenieurwesen. Auf der Grundlage dieser doppelten Ausbildung plant die Landschaftsarchitektin Gärten, die sich in ihre Umwelt einpassen. Sie nutzt die vorgegebenen Sachzwänge der Umwelt, um einen Raum hervorzuheben oder für die Biovielfalt, den Planeten, andere, sich selbst und letztendlich die künftigen Generationen Sorge zu tragen.