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Der Garten

Diesem Garten liegt die Vorstellung einer Blase zugrunde, und er entführt uns in eine beschauliche Welt: der ideale Rahmen zum Nachdenken und für die intime Phantasiewelt („sich in seiner Blase – seiner eigenen Welt – abkapseln“). Die Blase beschwört eine eigenständige Welt herauf, welche die von Autisten, aber auch von träumenden Kindern, zukünftigen Dichtern sein kann, deren Gedanken durch das Fenster des Klassenzimmers davonschweben. Der Garten ist eine grüne Blase, eine Blase der Natur und der Ruhe, inmitten städtischen Wahnsinns ideal zur Einkehr geeignet.
Folgen wir den Spuren des Marquis de Girardin, der 1766 die Gärten von Ermenonville geschaffen hat, und von Jean-Jacques Rousseau. Das Thema dieses Gartens folgt dem „gelebten Garten“, in dem die Beobachtung und die Entdeckung der Natur, die Wahrnehmung körperlicher Empfindungen und der direkte Bezug zur realen Welt das „Gefühl des Seins“ freisetzen und zu verspüren erlauben, was Jean-Jacques Rousseau viel bedeutete. Hier und jetzt kommen Träumereien und Gedanken auf, sie entwickeln und erheben sich.
Im 18. Jahrhundert stellen englische Landschaftsgestalter wie Capability Brown die gleichmäßigen Renaissance-Gärten in Frage und erfinden neue Räume, auf denen die Spaziergänger verschiedenen vielfältigen Eindrücken unterliegen. Die Vielseitigkeit der Wege und Farben, die Aufeinanderfolge von Schauplätzen, die Variation von Ebenen sollen anrühren und gleichwohl überraschen, um zur Phantasie und zum Nachdenken anzuregen.
Lassen wir uns also nieder, beobachten wir, lauschen wir dem Gesang der Vögel, genießen wir die schillernden Farben der Blumen und lassen wir uns von Träumen und Gedanken erfüllen und uns die verlorene Spontaneität zurückgeben.

GESTALTUNG

Delphine ESTERLINGOT, Landschaftsgestalterin, und Hervé PAILLOT, Innenarchitekt
FRANKREICH
 
 

Delphine Esterlingot und Hervé Paillot leben in Caen in der Normandie und arbeiten im Atelier Margueritte, ihrer 2011 gegründeten Agentur. Gemeinsam setzen sie Architektur- und Gartenprojekte für Privatpersonen um. In ihrer Arbeit möchten sie Innenräume mit der Außenwelt in Dialog setzen und schaffen angenehme Räume zum Leben, wo das Bauwerk auf natürliche Weise seinen Platz in seiner Umwelt findet.

Als Gartenplanerin und mit einem Diplom der Nationalhochschule für Landschaftsgestaltung von Versailles ist Delphine Esterlingot seit jeher eine Beobachterin und Liebhaberin der Natur. Nach einem Gartenbaudiplom widmete sie sich ganz selbstverständlich einem Umwelt- und Ökologiestudium und arbeitete in Planungs- und Bauleitungsbüros. 2013 – zu Beginn ihrer Zusammenarbeit mit Hervé Paillot – ging sie an die Schule für Landschaftsplanung von Versailles, um hier Projektmanagement und Landschaftsplanung zu erlernen, und seitdem gestaltet sie Gärten, in denen die Poesie, das Lebendige und der Bezug zum Ort von entscheidender Bedeutung sind. Weiterhin interessiert sie sich für die Pflege und die ökologische Verwaltung der Flächen, die sie ersinnt, und begleitet ihre Kunden beim Wachstum und beim Leben ihres Gartens.

Hervé Paillot ist Innenarchitekt mit einem Diplom der Hochschule für Schöne Künste von Lille. Er hat 25 Jahre lang als Projektleiter in großen Architekturbüros gearbeitet, insbesondere in Bordeaux, und nahm an prestigeträchtigen Projekten teil, wie an der Renovierung des Musée de l’Orangerie in Paris. Bei seiner persönlichen Arbeit plant er von innen nach außen und bezieht in seine Studien die Komplexität des individuellen Wohnraums ein, die sowohl die Intimität, die Nutzung, den Raum, die Dimensionen, das Licht, aber auch die Beziehung zur Außenwelt koppelt… Seine zunächst auf kleiner Ebene vollendete Arbeit stellt den nutzenden Bewohner in den Mittelpunkt all seiner Projekte.

Garten erstellt mit Unterstützung von

  1. Pépinière Levavasseur

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