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Chaumont-Photo-sur-Loire 2019/2020

Manolo Chrétien

"Fusions"
Cour de la ferme

Künstlerischer Ansatz

Manolo Chrétien ist fasziniert von den glänzenden und beinahe metallischen Wellen der Loire. Unaufhaltsam verfolgte er das, was er seine Aluminations nennt: diese Momente der Lichter und zauberhaften Spieglungen, in denen sich alles wellt und einen natürlichen Rausch hervorruft, der den Künstler in eine Parallelwelt kippen lässt, einen Traumzustand, in dem er mit der Materie verschmilzt, wo die Verformung, der Wandel, die Verzerrung der Träger ein Gefühl geben, das die Fotografie an die Grenzen der Malerei bringt.
 
Manolo Chrétien verfolgt seine Suche nach Lichtern mit metallischen Effekten seit nunmehr über zwanzig Jahren. Er schneidet mit diesem bewundernden Blick drei Welten an:
- Die Luft mit den Flugzeugen und deren Rümpfen, die durch die vielen Flugstunden gewellt sind, und jüngst die „Himmel aus Sicht der Erde“, die mit Hilfe eines Fisheye-Objektivs eine globale Vision unserer Atmosphäre liefern.
- Die Erde mit dem Metall der Städte und seinen traumhaften Spiegelungen in den Dellen und auf den Ausbuchtungen der Karosserien und anderen Fassaden.
- Das Wasser mit seinen Oberflächenbewegungen, seinen kurzlebigen Wellen, die vom Strom und von den Winden geschaffen werden.
Dieses Letztgenannte steht im Mittelpunkt der Ausstellung von Chaumont-sur-Loire.

BIOGRAPHISCHE ANGABEN

Manolo CHRÉTIEN
FRANKREICH
 
 

Manolo Chrétien wuchs zwischen den Lichtern des Mittelmeers und des Ärmelkanals auf. An dem Tag, als sein Vater in den 1980-er Jahren aus Moskau zurückkehrte und ihm eine „Lomo“ schenkte, einen vom KGB verwendeten Fotoapparat, welcher seither zum Mythos geworden ist, begann seine Leidenschaft für die Fotografie.

Als geborener bildender Künstler wendete er sich einem Kunststudium an der Kunsthochschule ENSAAMA in Paris zu. Hier lernte er seine Frau Céline-Pia kennen, mit der er 1991 eine Agentur für Grafikdesign gründete und sein Künstlerleben teilt. Seit 2015 kreieren sie unter dem Namen Man&Pia gemeinsame Werke.

Parallel zu seiner grafischen Tätigkeit setzte er seine fotografische Laufbahn in drei wichtigen Etappen fort: 1990 zunächst das Thema Effets Mer, in dem seine Vergangenheit als Kind des Meeres ihn zur zeitlichen Vergänglichkeit führt. Er wird die Details von der Meereskorrosion ausgesetzten Oberflächen erfassen (Schiffe, Container usw.) sowie die Spiegelungen des Wassers im Gegenlicht, wenn das Meer diesen „Sardinenhaut“-Effekt bietet. Anschließend beginnen seine Aluminations (ein Name, den er damals ausgehend von seinen „Schlüsselwörtern“ erfand: Halluzinationen, Illuminierungen und Aluminium; seitdem hat er die Marke eintragen lassen) mit der Reihe Juste-Ciel im Jahr 1995, in der seine Vergangenheit als Kind der Lüfte (sein Vater Jean-Loup Chrétien war damals Testpilot) in Form von Nahaufnahmen von Flugzeugen zutage kommt, welche seine Kindheit in Flugplatznähe im Süden Frankreichs in den 1970-er Jahren begleiteten.

Und schließlich verfolgten ihn seine Aluminations bis in das städtische Umfeld, insbesondere in die Straßen von New York, wo er Aufnahmen in den Aluminium-Spiegelungen von Transportfahrzeugen und anderen Fassaden moderner Gebäude machte.

Seine Fotografien werden in modernen Kunstgalerien in Frankreich sowie in ganz Europa und weltweit ausgestellt.

LES ARTISTES