Künstlerischer Ansatz
Stéphane Thidet kreiert gewöhnliche Welten, in denen Missverhältnisse bestehen, Fehltritte geschehen. Seine Werke inszenieren seine Vision der Realität, indem sie diese mit Fiktion und Poesie versehen. Er stützt sich hier auf Situationen aus dem täglichen Leben und beschreibt den Begriff der Instabilität angesichts der Zeiterosion und des Handelns, das zu ihrem Verschwinden führt. Seine verschiedenen Werke sind das Ergebnis eines einfachen Handgriffs, den er an Gegenständen und Situationen vollzieht. Seine Arbeit unterliegt sowohl der Bildhauerei als auch der Installation.
Bei dem Spiel mit Naturelementen errichtet Stéphane Thidet Visionen einer intensiven Poesie, wobei er die Besucher in traumhafte Welten entführt, wo seine Phantasie unterschwellig mit der von denen kommuniziert, die sie betrachten.
LES PIERRES QUI PLEURENT
Steine, die an Kordeln an der Decke der Bienenscheune aufgehängt wurden, tropfen langsam ab. Das Wasser läuft tropfenweise auf eine Fläche pulverförmigen Tons, wobei sich ein versteinerter Ring herauskristallisiert.
THERE IS NO DARKNESS (IL N’EST PAS D’OBSCURITÉ)
Der Boden ist mit einer flüssigen Haut bedeckt. Wassertropfen haben sich auf die Oberfläche gelegt. Aus einer umgedrehten Glasglühbirne scheint langsam warmes Licht. Seine Bewegung zerreißt vorsichtig die pflanzliche Hülle, trennt die winzig kleinen Blätter, und durchzieht sie mit einem Weg ohne Ziel. Dieses Werk erzählt uns von der Zeit, vom Licht, von der Finsternis und von einer Zeichnung ohne Ende.
BIOGRAPHISCHE ANGABEN
Stéphane THIDET
FRANKREICH
Stéphane Thidet wurde am 20. Mai 1974 in Paris geboren, er lebt in Paris und arbeitet in Aubervilliers. Er absolvierte 1996 sein Diplom an der Hochschule für Schöne Künste von Rouen und 2002 an der Nationalhochschule für Schöne Künste von Paris. Seit Januar 2017 unterrichtet er an der Kunsthochschule von Nantes Volumen und Raum.
Er wird von den Galerien Aline Vidal in Paris und Laurence Bernard in Genf vertreten.