Künstlerischer Ansatz
Die Ausstellung „Autres-Nature" (Andere Nature von Miguel Chevalier erkundet auf poetischen und metaphorischen Wegen die Frage nach der Verbindung zwischen Natur und Artefakt, die heute nebeneinander bestehen und sich wechselseitig bereichern. In einem Ansatz, der in den späten 90er-Jahren seinen Anfang nahm, stützt sich Miguel Chevalier auf seine Beobachtung des Pflanzenreichs und überträgt das Gesehene in einer imaginären Transposition auf die Digitalwelt.
Miguel Chevalier hat drei verschiedene Generationen virtueller Blumen und Gärten geschaffen.
Die Ausstellung präsentiert drei verschiedene generative Installationen in virtueller Realität:
- „Sur-Natures 2014", Installation in der der Galerien des Gärtnerhofs
- „Fractal Flowers 2014“, Installation in der Galerien des Gärtnerhofs
- „Trans-Natures 2014", Installation in der Reitbahn der Stallungen
Sur-Natures 2014
Generative und interaktive Installation in virtueller Realität
Software: Music2eye
Sur-Natures ist ein neuer üppiger virtueller Garten mit einem Dutzend verschiedener Blumen in vielen Farben: fadenförmige lumineszierende Pflanzen, Gräser... Diese virtuellen Blumen entstehen zufällig, blühen auf und welken - wie es in ihrem „morphogenetischen Code” vorgesehen ist. Jeden Tag wachsen sie in Echtzeit und entwickeln sich unendlich fort. Über Bewegungssensoren reagieren die einzelnen Blumen auf vorbeigehende Besucher. Die Pflanzen biegen sich wie im Wind nach rechts und links, kräuseln sich zu barocken Verschlingungen und tanzen in einem seltsamen Pflanzenballett. Das Gefühl, das Sur-Natures hervorruft, gleicht einer Form digitalen Impressionismus. Unvermutet klingt im Betrachter eine Empfindsamkeit an, die an Maler wie Claude Monet erinnert, seinen Umgang mit Licht, die Bewegung der Luft, atmosphärische Elemente und sein Gefallen an den unendlichen Variationen der Natur, der vor allem in Serien wie den Seerosen zum Ausdruck kommt.
Cleome Spinosa de Buñuel, 2013 - Peyotl Mandragora Officinarum, 2013 - Trifolia Sadica, 2014 (Virtuelle Samenkörner der Serie Fractal Flowers)
Drei generative Installationen in virtueller Realität
Software: Cyrille Henry
Parallel zu diesen beiden Digitalinstallationen werden auf drei LCD-Bildschirmen 3 verschiedene virtuelle Samenkörner gezeigt, die dem Herbarium der Fractal Flowers entstammen. Cleome Spinosa von Buñuel, Peyotl Mandragora Officinarum und Trifolia Sadica sind in ihrer Art lebende Bilder, die unendlich neu entstehen. Die virtuellen Blumen in verschiedenen Farben und Formen sprießen ganz zufällig, erblühen und welken. Sie enthüllen ins Extreme weiterentwickelte geometrische Formen, die sich im Grenzbereich bewegen zwischen mineralischen, animalischen und roboterhaften Welten. Die Blumen entfalten ihre schönste Farbenpracht und ihre unglaublichsten Formen. Sie entführen uns in eine neu erfundene Natur, die uns in ihrem Bann zieht. Als Spiegelbild dieser virtuellen Samenkörner auf dem Bildschirm werden drei Skulpturen vorgestellt, die mithilfe der revolutionären 3D-Drucktechnik erstellt wurden. Diese Skulpturen vergegenständlichen die virtuellen Blumen der imaginären Welt.
Trans-Natures 2014, Miguel Chevalier
Generative virtual reality installation
Software: Claude Micheli
Trans-Natures Parallel zu diesen beiden Digitalinstallationen werden auf drei LCD-Bildschirmen 3 verschiedene virtuelle Samenkörner gezeigt, die dem Herbarium der „Fractal Flowers” entstammen. Cleome Spinosa von Buñuel, Peyotl Mandragora Officinarum und Trifolia Sadica sind in ihrer Art lebende Bilder, die unendlich neu entstehen. Die virtuellen Blumen in verschiedenen Farben und Formen sprießen ganz zufällig, erblühen und welken. Sie enthüllen ins Extreme weiterentwickelte geometrische Formen, die sich im Grenzbereich bewegen zwischen mineralischen, animalischen und roboterhaften Welten. Die Blumen entfalten ihre schönste Farbenpracht und ihre unglaublichsten Formen. Sie entführen uns in eine neu erfundene Natur, die uns in ihrem Bann zieht. Als Spiegelbild dieser virtuellen Samenkörner auf dem Bildschirm werden drei Skulpturen vorgestellt, die mithilfe der revolutionären 3D-Drucktechnik erstellt wurden. Diese Skulpturen vergegenständlichen die virtuellen Blumen der imaginären Welt.
BIOGRAFISCHE ANGABEN
Miguel CHEVALIER
MEXIKO
Miguel Chevalier, 1959 in Mexico D.F. (Mexiko) geboren, studierte an der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts in Paris (1980) und der École Nationale Supérieure des Arts Décoratifs (1983). Er lebt und arbeitet in Paris. Er gilt international als einer der Pioniere der virtuellen Kunst und der digitalen Welt.