Zum Inhalt springen
Kunstsaison 2013

Michel Gérard

"Water tanks"

Künstlerischer Ansatz

Für Water tanks ließ sich Michel Gérard von den Wassertanks in New York inspirieren, die in großer Zahl auf den Spitzen der Gebäude zu finden sind, als bedeutsame Erinnerung der Stadt, die betont, wie wichtig das Wasser als erste Grundlage des Lebens für die Natur und die Lebewesen ist. Sie sind im Park des Schlosses Chaumont aus perforiertem Metall angefertigt. So kann der Betrachter relativ genau durch ihre Flächen die sie umgebende Natur sehen.
 
Blank polierte Edelstahlplatten teilen den kreisförmigen Innenraum vertikal auf. Jede 2 m hohe Platte reflektiert die Silhouette und das Bild dessen, der sich nähert, und hinter ihm noch genauer die Natur, die ihn umgibt.
Ein kurzer Text findet sich auf halber Höhe jeder Platte:
Umwelt zum Leben
Pflanze einen Baum
Grüne Energie
Bewahre das Wasser.
 
Diese Texte erinnern in wenigen Worten an einen notwendigen konstruktiven Dialog mit der schützenswerten Natur, die langsam von unserem Planeten verschwindet.
Die in der Nähe des früheren Wasserturms aufgestellten Water tanks treten mit diesem in einen Dialog als Erinnerung an die Tanks einer großen Metropole wie New York und der Entwicklung des Lebens in früheren Zeiten sowie an unterschiedlichen Orten und in weiterem Sinne an das Leben, das seinen Ursprung in einem größeren Zeitraum hat.

Biografische Angaben

Michel GÉRARD
FRANKREICH
 
 

Michel Gérard hat in Frankreich, Deutschland, Korea, Italien, Griechenland, Israel und den USA umweltbezogene Werke geschaffen, indem er zumeist industriell geschmiedeten Stahl verwendet.

In den 80er Jahren wurden die Arbeiten von zwei alteingesessenen Galerien, der Galerie Jeanne Bucher in Paris und der Max Hutchinson Gallery in New York, ausgestellt.

In New York begann Michel Gérard, in seinen Werken ab 1989 eine große Vielfalt an Materialien wie Glas, Sand, Gummi, Couscous sowie Fotografien und Videoprojektionen zu verwenden. Aufgrund der Entfernung zu seinem Geburtsland konnte er mit der Erinnerung seiner Kindheit arbeiten, die er während der Besetzung im Zweiten Weltkrieg in Paris verbrachte. Das Ergebnis waren drei Projekte, die in Deutschland, der Tschechischen Republik und in Frankreich gezeigt wurden, sowie die Veröffentlichung eines Buches Rue de Leningrad – so hieß die Straße, in der er damals wohnte. Die Erfahrung dieser Suche führte ihn erneut hin zu den Comics, die er in seiner Kindheit besonders liebte. Damit haben mehrere Projekte ihren Ursprung in Little Nemo in Slumberland von Winsor McCay und seine Skulptur L’enfance de l’art, die auf der Galerie des Museums für Zeitgenössische Kunst mit seiner Ausstellung in der Galerie des Ponchettes in Nizza 2008 ausgestellt wurde. Auf diese Ausstellungen folgte eine Retrospektive Signature Transformations: 2009–1972 im Schloss in Tours. 
 
Die jüngsten Arbeiten von Michel Gérard, bei denen Materialien wie Kaffee, Couscous oder Linsen verwendet werden, weichen von der zeitlichen Erinnerung der sog. „Restrictions“ (Einschränkungen) seiner Kindheit ab, beziehen sich aber auch auf das aktuelle globale Nahrungsproblem.

ÖFFENTLICHE SAMMLUNGEN

Centre Georges Pompidou, Paris, France
Museum of the City of Paris, France
Museum of Ixelles, Belgium
Ludwig Museum Koblenz, Germany
Städtische Kunsthalle, Mannheim, Germany
Bremen Kunsthalle, Germany
Galeria Degli Uffizi, Italy
Fattoria di Celle Pistoia, Italy
Everson Museum of Art Syracuse, New York, USA
Harvard University Art Museum, Cambridge, Massachusetts, USA
Yale University Art Museum, USA
Berkeley Art Museum, Pasadena, USA
School of Design Sculpture Park, USA

HAUPTAUSSTELLUNGEN

2008
L'enfance de l'Art, Musée d'art moderne et contemporain, Galerie des Ponchettes, Nice, France
Waiting for Ypudu, Galerie Barnoud, Dijon, France
 
2007
The Power of Naming, Musée Pierre Noel, Saint Dié des Vosges, France
 
2006
Matières de mémoire : travaux sur papier 1975-2006, Musée départemental d’art ancien et contemporain, Épinal, France
 
2005
Jet Lag, Galerie Barnoud, Dijon, France
 
2004
Rue de Leningrad, avec Marina Temkina, Museum of the City History, St. Petersburg, Russia
Place de la Bastille, Charles Riva Gallery, Chelsea, New York, USA
Porte du Champ, Château de Dravert, France
 
2003
The American Decade, Musée Sainte-Croix, Poitiers, France
Rue de Leningrad, avec Marina Temkina, Art Center, Albi, France
Concepts and Materials, Musée National Centre Pompidou, Paris, France
Vingt ans d’acquisitions, Musée d’art ancien et contemporain, Épinal, France
 
2002
The American Decade, Neuberger Museum of Art, Purchase, New York, USA
Public Art : Realized-unrealized, The Sacred Heart University Gallery, Fairfield, USA
The Pilot Hill Collection, The Butler Institute of American Art, Youngstown, USA
History and Nature, Ivam Institute, Valencia, Spain
 
2001
Reactions, Exit Art, New York, USA
Sculpture contemporaine, Frac Rhone-Alpes, Institut d’Art Contemporain/Les Subsistances, Lyon, France
Art Chicago, Folin/Riva Gallery, Chicago, USA
Mois de l’estampe, Novotel collection, Couvent des Cordeliers, Paris France
 
2000
Same & Different, Folin/Riva Gallery, New York, USA
 
1999
Paradise 8, Exit Art/The First World, New York, USA
Arcadia in Celle, Gori Collection, The Kamakura Museum of Art, Mie 1999 Prefectural Museum, Sapporo Museum of Contemporary Art, Japan
Fairy Tales, Centrum Pro Metamedia, Plasy, Czech republic
 
1998
Stretching Possibilities, Alexander de Folin Gallery, New York, USA
Modular Composite, Central Fine arts Gallery, New York, USA
Chorus and Distorsion, Space Untitled Gallery, New York, USA
13, Alexandre de Folin Gallery, New York, USA
 
1997
Recycling Ashes, photography-Marina Temkina, Ludwig Museum, Koblenz, Germany and Kunstraum Fuhrwerkswaage, Cologne, Germany
Schwartz Gallery, Cologne, Germany
Heat, View Gallery, New York, USA
A Natural Selection, Z Gallery, New York, USA
Solo, The Museo de la Ciudad, Madrid, Spain
Made in France : 1947-1997, Centre Georges Pompidou, Paris, France
Contemporary Artists Explore The Book as Art, Robert McClain & Co Gallery, Houston, USA
 
1996
E.S. Vandam Gallery, New York, USA
The New Storytellers : One-of-a-kind Artists’ Books, Dept. Of Printing and Graphic Arts, The Houghton Library, Harvard University, Boston, USA
Till Spring Thaw, Aquamarine Sculpture Garden, New York, USA
 
1995
Ben Shahn Gallery, William Paterson University, USA
Wheel of Fortune, Lombard/Freid Gallery, New York, USA
Green Piece, Castle Gallery, College of New Rochelle, New York, USA
Art as Machine, Artrax Gallery, New York, USA
Logo Non Logo, touring exhibition Thread Waxing Space, New York, USA ; The USF Contemporary Art Museum, Tampa, USA ; The Santa Monica Museum of Art, USA
Pour un couteau, Centre National d’Art du Creux de l’Enfer, Thiers, France