Künstlerischer Ansatz
Edward Burtynsky, der sich in Umweltfragen stark engagiert, erkundet unermüdlich seit über zwanzig Jahren die Landschaften, die durch die industrielle Tätigkeit der Menschen entstanden sind (Minen, Bergwerke, Raffinerien, Werften, Marine-Industrien, Recycling-Anlagen …).
Water ist zweifellos sein größtes Projekt mit Bildern von abstrakter Schönheit, wunderschön komponiert und ohne jede Manipulation. Staudämme (Staudamm in Xiaolangdi, Yellow River, Henan Province, China, 2011), Pivot-Beregnungssystem (Arizona, 2011), Erdwärmekraftwerk (Baja, Mexiko, 2012), Ölpest im Golf von Mexiko (2010)… Das Ergebnis dieser Erkundung ist absolut bestechend. Diese großformatigen Bilder besitzen Kraft und überwältigende Energie … Zur Dokumentation von „Oil“, einem anderen fundamentalen Thema, unternimmt er mehrere Reisen nach Indien, Bangladesch, Kanada, in die USA, nach China, Aserbeidschan … Er beobachtet, kennzeichnet, komponiert und fotografiert das, was er die „Epiphanie des Öls" nennt: die Bohrtürme, die ölhaltigen Sande in Alberta, die Straßennetze in den Vereinigten Staaten (Los Angeles, Houston, Las Vegas), in China (Schanghai), die aufgegebenen Ölfelder in Aserbeidschan, die Zerlegung von Öltankern in Chittagong in Bangladesch...
Die „intentionalen" Landschaften von Edward Burtynsky werden in Form des „Sublimen" gezeigt. Genauer gesagt, des „technologisch Sublimen". Eine wichtige Art und Weise, die seinem Anliegen am besten dient. Damit die Erfahrung des Betrachters wirklich „eindringlich" ist.
BIOGRAFISCHE ANGABEN
© Birgit Kleber
Edward Burtynsky, von ukrainischer Abstammung, wird 1955 in Saint Catharines, einer Stadt südwestlich von Ontario, Kanada, geboren, deren Industrielandschaft stark von den Produktionsstätten von General Motors geprägt ist. Er lebt und arbeitet in Toronto. 1982 erhielt er sein Diplom von der Ryerson University (BAA Photography/Media Studies) in Toronto.
1985 gründet er das Fotostudio Toronto image Works.