Das Schloss

published at 02/01/2017

Die Burganlage Chaumont-sur-Loire wurde etwa im Jahr 1000 zur Überwachung der Grenzen zwischen den Grafschaften Blois und Anjou gebaut.

Im Jahre 1465 lässt Ludwig XI. das Schloss verbrennen und schleifen, es wird aber einige Jahre später wieder aufgebaut.

Das Schloss war 500 Jahre lang im Besitz der Familie d'Amboise, und Charles II. von Amboise beginnt mit seinem Umbau in ein Lustschloss im Stil der Renaissance. Skulpturenelemente verzieren immer mehr die Außenmauern.

Im Jahre 1550 erwirbt Catherine de Médicis die Domaine, veranlasst jedoch keine großen Arbeiten am Schloss, von dem sie sich 1560 zu Gunsten von Diane de Poitiers trennt. Die ehemalige Favoritin des Königs veranlasst die Arbeiten, die dem Schloss sein derzeitiges Aussehen verleihen, insbesondere mit der Fertigstellung der Wehrgänge des Eingangstors und des Saint-Nicolas-Turms.

Im Jahre 1750 ordnet Jacques-Donatien Le Ray den Abriss des Nordflügels an und schafft so eine einzigartige Aussicht auf die Loire. Bei ihm ist der italienische Bildhauer Jean-Baptiste Nini zu Gast. Heute besitzt das Schloss die schönste Sammlung an Unikaten der Porträtmedaillons dieses berühmten Bildhauers.

Im Jahr 1875 kauft Marie-Charlotte-Constance Say das Schloss und heiratet den Prinzen Henri-Amédée de Broglie. Sie richtet die Räume mit Renaissance-Möbeln ein und überwacht zahlreiche Arbeiten, damit das Anwesen den größten Empfängen gewachsen ist. Sie beauftragt den Architekten Paul-Ernest Sanson mit den Bauarbeiten. Dieser entwirft auch die luxuriösen Stallungen. Schließlich baut der Architekt den Musterbauernhof des Schlossguts

Nachdem die Prinzessin d’Orléans et Bourbon 1938 die Domaine de Chaumont-sur-Loire an den Staat verkauft hat, ist sie seit 2007 im Besitz der Region Centre-Val de Loire und seit Januar 2008 ein Établissement Public de Coopération Culturelle (öffentliche Institution, die aus einer Kulturpartnerschaft hervorgegangen ist).